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Tag 17: 11.09.2015

09 Dez
Tag 17: 11.09.2015

Viertel nach neun verlassen wir das gemütliche Heim von Jessi und pilgern zu Fuß zum Terminal der Caledonian MacBrayne, welches im Hafen von Oban zu finden ist,
und wo wir gegen 9:40 Uhr die Fähre besteigen, die in Richtung Mull ablegt.
In Craignure angekommen, steuern wir sogleich auf den Bus des Duart Castle zu, der uns und einige andere Gäste zum Stammsitz der Macleans brigen soll.
Zehn Minuten später trudeln wir dort ein. Und wieder haben wir Pech – wenn auch nicht wettertechnisch. Nachdem es zwei Jahre zuvor hier wie aus Kübeln gegossen
hatte, ist heute beinahe die komplette Anlage wegen Sanierungsmaßnahmen eingerüstet. Nun gut. Es heißt ja nicht umsonst, dass alle guten Dinge drei sind. Wir werden
also irgendwann in den nächsten Jahren ein weiteren Anlauf starten.
Auf der Rückfahrt nach Oban mache ich die Bekanntschaft von zwei wirklich irren Typen aus Norwegen, von denen ich im Hafen (sie bestehen partout darauf) noch
einen Schnappschuss mit dem Handy machen muss. Anschließend erklimmen wir den McCaigs’s Tower, eine Anlage, die in ihrem Aussehen an das Kolosseum in Rom
erinnert, und mit der sich ein vor Ort ansässiger Bankier im 19. Jahrhundert ein Mahnmal setzen wollte. Leider ging der Familie irgendwann das Geld aus, so dass der
Bau unvollendet blieb und heute einen wunderschönen Park beherbergt.
Da der Nachmittag noch nicht allzuweit fortgeschritten ist, legen wir am Loch Awe zwei weitere Zwischenstopps ein. Wir besichtigen zunächst die wunderschöne St.
Conan’s Kirk später dann Kilchurn Castle.
Bei bestem Wetter lassen wir den Tag ausklingen und fahren am frühen Abend zu unserer Unterkunft in Crianlarich.

1. Station: Duart Castle

Duart Castle, der Stammsitz der Macleans ist eine Burg auf der Isle of Mull, deren Ursprünge bis in das 13. Jahrhundert zurückreichen.
Nach der Niederschlagung des ersten Jakobitenaufstandes von 1689 wurde in der während des Aufstandes beschädigten Burg zwei Jahre später eine englische Garnison stationiert. Ab dem Jahr 1751 stand die Anlage dann komplett leer und verfiel immer mehr.
Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gelangte Duart Castle wieder in den Besitz der Macleans. Sir Fitzroy Maclean, seines Zeichen 26. Chief des Clans, ließ sie ab dem Jahr 1911 nach Plänen des schottischen Architekten Sir John James Burnet restaurieren.
Zu den Filmen die hier gedreht wurden, gehören u. a. „Das Mörderschiff“ mit Anthony Hopkins aus dem Jahr 1971 sowie der Film „Verlockende Falle“ (1999), der in den Hauptrollen mit Sean Connery und Catherine Zeta-Jones besetzt war.

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For English speaking visitors:

Duart Castle or Caisteal Dhubhairt in Scottish Gaelic is a castle on the Isle of Mull, off the west coast of Scotland, within the council area of Argyll and Bute. The castle dates back to the 13th century and is the seat of Clan MacLean.

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2. Station: McCaig’s Tower

Beim McCaig‘ Tower handelt sich um einen oberhalb der Stadt gelegenen Nachbau des Kolosseums in Rom.
John Stuart McCaig ließ das Monument im Jahr 1897 errichten, um die Einheimischen während der Wintermonate zu beschäftigen und sich selbst und seiner Familie ein Denkmal zu setzen.
Das Vorhaben wurde nie abgeschlossen, da alle Mitglieder der Familie McCaig bis zum Jahr 1904 verarmten bzw. verstarben.
John Stuart McCaig, der Initiator des Ganzen, verstarb am 29. Juni 1902 im Alter von 78 Jahren an Angina Pectoris.

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For English speaking visitors:

McCaig’s Tower is a prominent tower on Battery Hill overlooking the town of Oban in Argyll, Scotland. It is built of Bonawe granite taken from the quarries across Airds Bay, on Loch Etive, from Muckairn, with a circumference of about 200 metres with two-tiers of 94 lancet arches.

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3. Station: St. Conan’s Kirk

Die St. Conan’s Kirk ist ein Kirche im kleinen Ort Lochawe und liegt an den Ufern des Loch Awe etwas abseits der A85.
Das Gebäude wurde nach Plänen des nicht professionell als Architekt tätigen Walter Douglas Campbell gebaut, dem Bruder von Archibald Campbell, 1. Baron Blythswood. Der Hintergrund für den Bau der Kirche bestand angeblich darin, dass Campbell seiner Mutter, die auch den Bau finanzierte, den alltäglichen Weg zu der Kirche in Dalmally ersparen und eine nähergelegene Kirche errichten wollte. Nach Baubeginn im Jahre 1881 wurde die erste Bauphase schließlich 1886 abgeschlossen. Das damalige Gebäude war eher schlicht und von deutlich geringeren Ausmaßen als es heute der Fall ist, trotzdem ausreichend für die kleine Gemeinde in der dünnbesiedelten Gegend am Nordufer von Loch Awe. Zwischen 1907 und seinem Tode im Jahre 1914 erweiterte Campbell das Gebäude. Die Arbeiten wurden dann von seiner Schwester bis zu deren Tod 1927 fortgeführt. Die begonnenen Erweiterungen wurden 1930 im Auftrag fertiggestellt.

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For English speaking visitors:

St Conan’s Kirk is located in Loch Awe, Argyll and Bute, Scotland. It is situated on a crag high above the water amid vegetation which includes roses, honeysuckle, and ivy, and is surrounded by large trees. It was established as a chapel of ease by the Campbells of Innis Chonan.
It is renowned for the fragment of bone that is rumoured to have come from Robert the Bruce, King of Scotland.

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3. Station: Loch Awe Railway Bridge

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4. Station: Loch Awe 

Der Loch Awe (schottisch-gälisch: Loch Obha) ist ein Süßwassersee in Schottland in der Region Argyll and Bute und verfügt über die typisch langgezogene Form eines in der Eiszeit durch Gletscher entstandenen Sees. Der See ist 37 km lang, allerdings nur etwa einen Kilometer breit. Gemessen an der Größe seiner Wasseroberfläche ist Loch Awe der drittgrößte See Schottlands.

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For English speaking visitors:

Loch Awe (Scottish Gaelic: Loch Obha) is a large body of freshwater in Argyll and Bute, Scottish Highlands. It has also given its name to a village on its banks, variously known as Loch Awe, or Lochawe. There are islands within the loch such as Innis Chonnell and Inishail.

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5. Station: Kilchurn Castle

Beim Kilchurn Castle handelt es sich um eine in Ruinen liegende Burg aus dem 15. Jahrhundert, die am nordöstlichen Ufer des Loch Awe zu finden ist.
Einstmals auf einer Insel gelegen, befand sie sich im Besitz der Breadalbanes, einem Zweig des Clans der Campbells, und wurde um das Jahr 1450 von Colin Campbell, dem ersten Laird von Glenorchy, in Form eines mehrgeschossigen Wohnturmes erbaut.
Während der beiden Jakobitenaufstände von 1715 und 1745/46 fanden hier englische Regierungstruppen Unterschlupf.
Bereits seit 1740 versuchten die Campbells Kilchurn Castle zu veräußern. Das war darauf zurückzuführen, dass sie ihren Stammsitz in das in Perthshire gelegene Taymouth Castle verlegt hatten und die Anlage nicht mehr benötigten.
Als die Burg dann im Jahr 1760 durch ein Unwetter mit Blitzeinschlag schwer beschädigt wurde, gab der Clan das Areal komplett auf. Ein weiteres Unwetter, etwa 120 Jahre später, tat sein übriges. Schwere Stürme, die im Dezember 1879 das gesamte Land heimsuchten, und denen auch die Eisenbahnbrücke über den Firth of Forth zum Opfer fiel, brachten letztlich den einzig noch verbliebenen Turm der Ruine zum Einsturz.
Heute befindet sich Kilchurn Castle in der Trägerschaft von Historic Scotland und wird von dieser Institution unterhalten.
Die Besichtigung der Burganlage ist kostenfrei. Kilchurn Castle ist über einen Fußweg zu erreichen, der an einem nicht ausgeschilderten und schwer einsehbaren Parkplatz beginnt und unter einer kleinen Eisenbahnbrücke hindurch führt. Man muss seine Augen schon sehr gut aufsperren, um besagten Parkplatz von der Straße aus zu erkennen. Selbst uns ist das erste im dritten Anlauf während unseres Urlaubes im Jahr 2009 gelungen. In den Jahren 2004 und 2006 konnten wir die Burg lediglich vom Südufer und somit nur aus der Ferne betrachten.

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For English speaking visitors:

Kilchurn Castle was a fortress, a comfortable residence and later a garrison stronghold, and contains the oldest surviving barracks on the British mainland. Its five-storey tower house dominates the complex, with a lower hall, courtyard and barracks below.

Kilchurn Castle was built in the mid-1400s, and it remained the base of the mighty Campbells of Glenorchy for 150 years. After the first Jacobite Rising of 1689, Kilchurn was converted into a garrison stronghold, but was abandoned by the end of the 1700s.

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Verfasst von - 9. Dezember 2016 in Allgemein

 

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