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Tag 9: 03.09.2015

12 Nov

Später als sonst – erst gegen zehn – verlassen wir unsere Unterkunft in Banchory und fahren nach Cullerlie, wo wir uns einen kleinen Steinkreis ansehen wollen. Kaum, dass wir dort angehalten haben, taucht ein schwarz-weißer Collie auf, der uns direkt zum Cullerlie Stone Circle führt. Das ist irgendwie süß. Auch beim Verlassen des Areals ist er wieder an unserer Seite, weswegen wir ihm vor unserer Abfahrt noch einige Streicheleinheiten zukommen lassen.
Da das Wetter heute relativ durchwachsen ist – es kommt zwischendurch immer wieder zu Regenschauern – beschließen wir unsere Aktivitäten weites gehend ins Innere zu verlagern, und suchen zunächst Castle Fraser auf. Bei der Anlage handelt es sich um ein wunderschönes kleines Schlösschen, dessen Ursprünge bis in das frühe 14. Jahrhundert zurückreichen, und das sich lange Zeit, wie der Name andeutet, im Besitz der Frasers, ganz genau derer of Lovat, befand.
Nächster Anlaufpunkt ist Tolquhon Castle, eine Burgruine, die sich in Trägerschaft von Historic Scotland befindet.
Diese Besichtigung ist jedoch von einem starken Regenschauer getrübt, so dass wir zusehen, dass wir so schnell wie möglich zurück ins Auto kommen.
Auf dem Weg nach Leith Hall beruhigt sich das Wetter dann. Abgesehen von dem eiskalten Wind, der uns bereits den ganzen Tag begleitet, ist es nun wieder trocken, wenn auch bewölkt.
Leith Hall, das sich bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie Leith, später Leith-Hay, befand, wurde in vier Baubabschnitten errichtet. Der älteste Teil des Schlosses stammt aus der Zeit um 1650. Die letzten Umbaumaßnahmen wurden im Jahr 1868 durchgeführt. Nachdem die letzten Eigentümer ohne Nachkommen zu hinterlassen (zwei Töchter starben im Kindesalter, ein Sohn kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges bei einem Unfall) zurückblieben, vermachte die Ehefrau des letzten Lairds im Jahr 1945 das Anwesen und die dazugehörigen Ländereien dem National Trust for Scotland, unter dessen Protektion sich das Anwesen noch heute befindet.

1. Station: Cullerlie Stone Circle

Cullerlie Stone Circle

Cullerlie ist ein Steinkreis in der Region Grampian. Er liegt südwestlich von Westhill in Aberdeenshire in Schottland. Der Kreis wurde auf einer Kieszunge errichtet, die zur Bauzeit, im 2. Jahrtausend v. Chr., als niedriger Rücken in ein umgebendes Sumpfgebiet (Leuchar Moss) hineinragte. Die anderen Steinkreise in der Region sind fast ausnahmslos vom Typ Recumbent Stone Circle (RSC).

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For English speaking visitors:

Cullerlie stone circle, also known as the Standing Stones of Echt, is a small stone circle situated near Echt, Aberdeenshire. It consists of eight irregular stones of red granite arranged at approximately equal intervals to form a circle of 10.2 m (33 ft) diameter, enclosing the same number of small cairns. The cairns are characterised by outer kerbs or rings of stones, with a double ring surrounding the central cairn and a single ring in the others. All but one of the cairns have eleven ringstones, with the last having nine. The whole circle sits on a patch of gravel which forms the end of a low gravel ridge linking the site with Leuchar Moss. It is regarded as an example of a recumbent stone circle, though its layout with kerbed cairns within the circle makes it unique.

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2. Station: Castle Fraser

Castle Fraser

Castle Fraser ist ein Schloss in Schottland. Es steht südlich von Kemnay in der Region Aberdeenshire. Es ist von über 1,2 km² offenem Wald- und Ackerland umgeben. Es gibt archäologische Belege für einen älteren viereckigen Turm unterhalb des aktuellen Baus.
Das Schloss diente in einigen Szenen des Films Die Queen mit Helen Mirren als Kulisse. Das Anwesen ist von Ostern bis Oktober für Besucher geöffnet und kann auch für Hochzeiten sowie für gesellschaftliche Ereignisse gemietet werden.

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For English speaking visitors:

Castle Fraser is the most elaborate Z-plan castle in Scotland and one of the grandest ‚Castles of Mar‘. It is located near Kemnay in the Aberdeenshire region of Scotland. The castle stands in over 300 acres (1.2 km2) of landscaped grounds, woodland and farmland which includes a walled kitchen garden of the 19th century. There is archaeological evidence of an older square tower dating from around 1400 or 1500 within the current construction.

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3. Station: Tolquhon Castle

Tolquhon Castle

Tolquhon Castle (auch Tolquhoun, gesprochen toh-hon) liegt etwa 20 km nordwestlich von Aberdeen in Aberdeenshire, Schottland. Bereits im frühen 13. Jahrhundert im Besitz der Familie Preston, wurde sie von diesen als Wohnsitz erst im 18. Jahrhundert aufgegeben.

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For English speaking visitors:

Tolquhon Castle (pronounced: „toh-hon“, and sometimes spelt ‚Tolquhoun‘) is located in Aberdeenshire, north-east Scotland. It lies about 1.5 miles (2.4 km) north-west of Pitmedden, and 2 miles (3.2 km) south of Tarves. The castle was built by William Forbes, 7th Laird of Tolquhon, between 1584 and 1589 as an extension to the earlier tower house known as Preston’s Tower. Although ruined, the castle has been described as „the most characteristic château of the Scots Renaissance“. It is in the care of Historic Scotland and is open to the public.

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3. Station: Leith Hall

Leith Hall

Leith Hall ist ein Herrenhaus in Huntly, Aberdeenshire, Scotland. Garten und Gelände kann man ohne Voranmeldung besichtigen, eine Besichtigung des Hauses ist nur über eine Vorausbuchung möglich, die Hall kann auch für Veranstaltungen und z. B. Hochzeiten angemietet werden. Leith Hall ist ein Herrenhaus in Huntly, Aberdeenshire, Scotland. Garten und Gelände kann man ohne Voranmeldung besichtigen, eine Besichtigung des Hauses ist nur über eine Vorausbuchung möglich, die Hall kann auch für Veranstaltungen und z. B. Hochzeiten angemietet werden. Es ist nicht ganz klar, ob die Hall ab 2012 auch wieder für den normalen Publikumsverkehr öffnet.
Leith Hall wurde im Jahr 1650 auf dem Gelände des alten Peill Castle gebaut. Leith Hall war der Sitz der Familie Leith-Hay. 1745 musste sich Andrew Hay Of Rannes hier nach der Schlacht von Culloden verstecken, nachdem er an der Seite von Bonnie Prince Charlie kämpfte. Hay floh danach nach Frankreich. Die Hall wurde bis 1904 mehrfach erweitert.
Während des I. Weltkriegs fungierte Leith Hall als Krankenhaus, in dem über 500 Verletzte lagen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Haus an den National Trust Of Scotland übergeben.
Auch wenn man das Haus nicht besichtigen kann, so lohnt sich ein Abstecher unbedingt. Das Towerhouse wirkt beeindruckend, je nach Wetterlage etwas gespenstisch. Die Gartenanlage rund um Leith Hall wird allgemein gerühmt. Rund um die Anlage gibt es zwei schöne Spazierwege, jeder ca. 3km lang.
Leith Hall besitzt seine(n) Geist(er). Man geht davon aus, dass es sich bei einer Erscheinung um den Laird John Leith III handelt. Der wurde am Weihnachtstag 1763 in Archie Campbell’s Tavern in Aberdeen während eines Streits durch einen Kopfschuss getötet. Er erscheint immer mal wieder, gezeichnet durch einen blutigen Verband, den er um den Kopf trägt.
Es wurden auch andere Sichtungen gemacht, u. a. von einer Frau, welche dem Aussehen nach aus dem 18. Jahrhundert kommt. Um wen es sich handelt, ist jedoch nicht klar.

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For English speaking visitors:

Leith Hall is a country house in Kennethmont, Aberdeenshire, Scotland. Built in 1650, on the site of the medieval Peill Castle, and run by the National Trust of Scotland since 1945, Leith Hall is set in a 286-acre estate with scenic gardens. The manor was the home of the Leith-Hay family for nearly four centuries.
Extensions were added to Leith Hall in 1738, 1810 and in 1904. In 1745, Andrew Hay of Rannes hid at Leith Hall after the Battle of Culloden where he fought for Bonnie Prince Charlie, later escaping to France.
During the First World War it became a temporary Red Cross hospital and housed over 500 patients.
The house contains fine china, family portraits and tapestries and some interesting clocks. The hall is noted for its gardens, set in stages with each sheltered by a wall or hedge and each with its own special character. The gardens contain flowering trees and shrubs, roses, fruit, vegetables and ornamental grasses. A little stream winds its way through the gravel paths and stone crevices and at the top of the garden, near the 18th century curved stables, is the circular „Moon Gate“ leading to the old turnpike road, once the main thoroughfare to Aberdeen.There are also two nature trails, each about one and a half to two miles (3 km) long. The gardens also contain two ponds and a birdwatching site.

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Verfasst von - 12. November 2015 in Allgemein

 

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