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Tag 5: 30.08.2015

06 Sep

Bei absoluten Traumwetter starten wir um Viertel vor neun in Richtung Blackness Castle, wo wir gerade zu jener Zeit eintreffen, als die Anlage ihre Pforten öffnet.
Nachdem das Areal von uns akribisch unter die Lupe genommen wurde, wagen wir die Besichtigung von der Seeseite. Das ist allerdings nur möglich, weil gerade Ebbe ist. Zufrieden mit der Photoausbeute geht es nach 1 1/2 Stunden weiter zum Aberdour Castle.
Aberdour Castle, das von uns in den Vergangenheit bereits zweimal aufgesucht wurde, ist bei unserem diesjährigen Besuch relativ stark frequentiert, was nicht zuletzt diversen Outlander-Fans zuzuschreiben sein dürfte. Wir durchqueren zunächst den zur Anlage gehörenden Garten und suchen die kleine St. Fillan’s Church auf.
Auf dem Weg dorthin treffen wir auf ein Ehepaar – offensichtlich der Pastor und seine Frau – die gerade ein schweres Teil aus der Kirche hinaustragen. Nach einem kurzen Gespräch, in dem wir erfahren, dass es in der Kirche kürzlich einen kleinen Brand gab, wünschen wir uns gegenseitig noch einen Guten Tag und gehen dann getrennter Wege.
An der Burganlage kämpfe ich mich irgendwann später dann durch hohes Gras, um einige Aufnahmen anfertigen zu können, die mir bei den letzten Besuchen in 2011 und 2013 verwehrt geblieben waren.
An weiteren Outlander-Locations nehmen wir an diesem Tag noch Dysart – Drehort für Szenen aus der 2. Staffel – und Falkland (war im Teil Sassenach zu sehen) mit.
In Falkland sorgen wir für Umsatz in einem Antiquitätengeschäft, wo wir eine Figur des schottischen Dichters Robert Burns und eine kleine mit Muscheln verzierte Box erwerben, die mit antiquarischen Münzen gefüllt ist.
Da der Nachmittag noch nicht allzu weit fortgeschritten ist, entschließen wir uns zur Überfahrt zum Loch Leven Castle, das seinen Namen dem gleichnamigen See verdankt und auf dem Eiland St. Serfs inmitten des Sees gelegen ist.

Station 1: Blackness Castle

Blackness Castle

Blackness Castle ist eine Burg nahe der schottischen Ortschaft Blackness in der Council Area Falkirk.
Die Burg wurde im 15. Jahrhundert, wahrscheinlich um 1440, durch den Clan Crichton erbaut, der zu dieser Zeit zu den stärksten Clans der Region zählte. Bereits im Jahre 1453 schenkte George Crichton Blackness Castle dem schottischen König Jakob II., der es als Truppenstützpunkt nutzte. Aus Furcht vor einem militärischen Konflikt mit dem englischen König Heinrich VIII. ließ Jakob V. die Burg zwischen 1537 und 1543 zu einer Festungsanlage ausbauen. Die Arbeiten leitete James Hamilton of Finnart, der eine der wehrhaftesten Festungen in Schottland erschuf.
Der befürchtete Krieg brach kurz nach Abschluss der Arbeiten aus und Blackness Castle sah sich landseitigem Kanonenbeschuss ausgesetzt. Im Laufe des folgenden Jahrhunderts wurde die Burg mehrfach angegriffen und belagert, hielt jedoch stets stand. Erst Oliver Cromwells Truppen konnten Blackness Castle im Jahre 1650 einnehmen. Die resultierenden Beschädigungen sind bis heute erhalten. Im Treaty of Union ist Blackness Castle als eine von vier Burgen aufgeführt, die weiterhin in Schottland unterhalten werden sollten. Bis in das 20. Jahrhundert wurde die Burg noch genutzt und diente zuletzt ab 1870 als Munitionsdepot. Zu Zeiten des Ersten Weltkriegs wurden dort noch einmal kurzzeitig Truppen stationiert und Blackness Castle anschließend dekommissioniert, in die Obhut der Denkmalpflege übergeben und zur Touristenattraktion ausgebaut.
Blackness Castle diente nicht nur militärischen Zwecken. Über einen langen Zeitraum wurde es auch als Gefängnis für Gegner der Krone genutzt. Zu den Insassen von Blackness Castle zählte auch David Beaton, Kardinal und Erzbischof von Saint Andrews. Später waren dort zahlreiche Covenanters und schließlich im 18. Jahrhundert Kriegsgefangene aus den Kriegen gegen Spanien, Frankreich und die Vereinigten Staaten inhaftiert.
Blackness Castle liegt an der Spitze einer engen, felsigen Landzunge in den Firth of Forth nahe der Ortschaft Blackness an der Ostgrenze von Falkirk. Die Befestigungsmauer zeichnet grob die Umrisse eines Schiffes nach, wobei der „Bug“ nach Nordosten und das „Heck“ zum Land hin weist. Hierauf ist auch der Beiname „Das Schiff, das niemals segelte“ zurückzuführen. Insgesamt ragen drei bis zu vierstöckige Türme auf, die umgangssprachlich auch als „Maste“ bezeichnet werden.

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For English speaking visitors:

Blackness Castle is a 15th-century fortress, near the village of Blackness, Scotland, on the south shore of the Firth of Forth.
It was built, probably on the site of an earlier fort, by Sir George Crichton in the 1440s. At this time, Blackness was the main port serving the Royal Burgh of Linlithgow, one of the main residences of the Scottish monarch. The castle, together with the Crichton lands, passed to James II of Scotland in 1453, and the castle has been crown property ever since. It served as a state prison, holding such prisoners as Cardinal Beaton and the 6th Earl of Angus.
Strengthened by Sir James Hamilton of Finnart in the mid-16th century, the castle became one of the most advanced artillery fortifications of its time in Scotland. A century later, these defences were not enough to prevent Blackness falling to Oliver Cromwell’s army in 1650. Some years after the siege, the castle was repaired, and again served as a prison and a minor garrison. In 1693, the spur protecting the gate was heightened, and the Stern Tower shortened as a base for three heavy guns. Barracks and officers‘ quarters were added in the 1870s, when the castle was used as an ammunition depot, until 1912. The castle was briefly reused by the army during World War I. It is now a Scheduled Ancient Monument, in the care of Historic Scotland.
Because of its site, jutting into the Forth, and its long, narrow shape, the castle has been characterised as „the ship that never sailed“. The north and south towers are often named „stem“ and „stern“, with the central tower called the „main mast“.

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2. Station: Aberdour Castle und Saint Fillans Church

Aberdour Castle

Saint Fillans Church

Aberdour Castle ist eine Burg in der historischen Ortschaft Easter Aberdour in der schottischen Verwaltungseinheit (Council Area) Fife im Osten der Central Lowlands. Die um 1200 errichtete Burg ist mit dem etwa zur selben Zeit erbauten Castle Sween das älteste datierbare noch erhaltene castle in Schottland.
Im späten 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau eines zweistöckigen Tower House durch das normannische Rittergeschlecht de Mortimer der Grundstein der heutigen Burg geschaffen. Die Mortimers waren mit vielen weiteren Landsmännern und Standesgenossen von David I. angeworben worden zur Erhöhung seiner militärischen Schlagkraft. Als vermutlich erster Bau- und Burgherr ist William de Mortimer überliefert aus den erhaltenen Dokumenten zu einem Rechtsstreit, den er 1180 mit dem Abt von Inchcolm Abbey führte. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts verliert sich die Spur der Mortimers. 1314 übergab König Robert I. the Bruce Burg und Herrschaft an seinen verdienten Gefolgsmann Thomas Randolph, 1. Earl of Moray, von dessen zweitgeborenem Sohn John Randolph, 3. Earl of Moray sie 1342 an den mächtigen und weitverzweigten Douglas-Clan überging in Person von Sir William Douglas of Liddesdale; anderen Quellen zufolge ging sie erst im Jahre 1351 auf Sir James Douglas of Dalkeith über.Bis in das 20. Jahrhundert blieb die Burg im Familienbesitz der Douglas‘, ab 1458 in Person des Earl of Morton.
Etwa ab den 1590er Jahren unter der Herrschaft von William Douglas, 6. Earl of Morton löste sie Loch Leven Castle als Stammsitz der Mortons ab. Unter seinem Enkel und Nachfolger William Douglas, 7. Earl of Morton wurde die Burg in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts weitläufig um einen Flügel im Renaissance-Stil erweitert und die höchste Prachtentfaltung der Feste erreicht.
Als Robert Douglas, 12. Earl of Morton 1725 das benachbarte Aberdour House erwarb und sich dort zeitgemäßer niederließ, verfiel Aberdour Castle, endgültig jeder praktischen Bedeutung enthoben, teilweise zur Ruine.

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For English speaking visitors:

Aberdour Castle is located in the village of Easter Aberdour, Fife, Scotland. Parts of the castle date from around 1200, making Aberdour one of the two oldest datable standing castles in Scotland, along with Castle Sween in Argyll, which was built at around the same time.
The earliest part of the castle comprised a modest hall house, on a site overlooking the Dour Burn. Over the next 400 years, the castle was successively expanded according to contemporary architectural ideas. The hall house became a tower house in the 15th century, and was extended twice in the 16th century. The final addition was made around 1635, with refined Renaissance details, and the whole was complemented by a walled garden to the east and terraced gardens to the south. The terraces, dating from the mid-16th century, form one of the oldest gardens in Scotland,[2] and offer extensive views across the Firth of Forth to Edinburgh.
The castle is largely the creation of the Douglas Earls of Morton, who held Aberdour from the 14th century. The earls used Aberdour as a second home until 1642, when their primary residence, Dalkeith House, was sold. A fire in the late 17th century was followed by some repairs, but in 1725 the family purchased nearby Aberdour House, and the medieval castle was allowed to fall into decay. Today, only the 17th-century wing remains roofed, while the tower has mostly collapsed. Aberdour Castle is now in the care of Historic Scotland, and is open to the public all year.

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3. Station: Falkland Palace

Falkland Palace

Falkland Palace ist ein ehemaliges Jagdschloss der schottischen Könige und steht im schottischen Städtchen Falkland am Fuße der Lomond Hills im Herzen des Countys Fife.
Das Schloss geht auf ein mittelalterliches Tower house der MacDuffs zurück und kam im 15. Jahrhundert an die schottische Krone. König James II. begann damit, den mittelalterlichen Bau zu erweitern. Seine Nachfolger setzten das Werk fort und errichteten ein Schloss im Stil der Renaissance, das zu einer der beliebtesten Jagdsitze des schottischen Königshofs wurde. Nachdem aber James VI. 1603 die schottische und englische Krone unter sich vereint hatte, verlegte er seine Residenz nach London, weshalb Falkland Palace nicht mehr regelmäßig genutzt wurde und fast 300 Jahre lang allmählich verfiel. Erst 1887 änderte sich die Situation, als John Crichton-Stuart, 3. Marquess of Bute, als Verwalter der Anlage (englisch hereditary keeper) mit einer umfassenden Restaurierung der noch erhaltenen Bausubstanz begann.
Seit 1952 fungiert der National Trust for Scotland als stellvertretender Verwalter des Palasts, der am 1. Februar 1972 als Listed Building der Kategorie A unter Denkmalschutz gestellt wurde. Das Anwesen gehört aber weiterhin der britischen Krone. Es kann von April bis Oktober entgeltlich besichtigt werden, wovon rund 60.000 Besucher pro Jahr Gebrauch machen. Jeden Sonntagvormittag findet in der Schlosskapelle eine katholische Messe statt.

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For English speaking visitors:

Falkland Palace in Falkland, Fife, Scotland, is a royal palace of the Scottish Kings. Today it is under the stewardship of the Marquis of Bute, who delegates most of his duties to the National Trust for Scotland.

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4. Station: Dysart Harbour

Dysart Harbour

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5. Station: Loch Leven Castle

Loch Leven Castle

Loch Leven Castle (auch: Lochleven Castle) ist eine Burgruine auf einer Insel im Loch Leven in der schottischen Verwaltungseinheit (Council Area) Perth and Kinross im Osten der Central Lowlands. Die im Laufe des 14. Jahrhunderts weitgehend vollendete und im 18. Jahrhundert teilweise verfallene Burg mit ihrem charakteristischen fünfstöckigen Tower house oder Keep liegt in der traditionellen Grafschaft Kinross-shire. Der nächstgelegene Ort ist die etwa zwei Kilometer entfernte Stadt Kinross. Größere Bekanntheit erreichte die Burg durch die Gefangenschaft und Flucht von Maria Stuart in den Jahren 1567/68.

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For English speaking visitors:

Loch Leven Castle is a ruined castle on an island in Loch Leven, in the Perth and Kinross local authority area of Scotland. Possibly built around 1300, the castle was the location of military action during the Wars of Scottish Independence (1296–1357). In the later part of the 14th century, the castle was granted by his uncle to William Douglas, 1st Earl of Douglas, and remained in Douglas‘ hands for the next 300 years. Mary, Queen of Scots was imprisoned here in 1567–1568, and forced to abdicate as queen, before escaping with the help of her gaoler’s family. In 1588, the Queen’s gaoler inherited the title Earl of Morton, and moved away from the castle. It was bought, in 1675, by Sir William Bruce, who used the castle as a focal point in his garden; it was never again used as a residence.
Today, the remains of the castle are protected as a category A listed building, in the care of Historic Scotland. Loch Leven Castle is accessible in summer by the public via a ferry.

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Ein Kommentar

Verfasst von - 6. September 2015 in Allgemein

 

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Eine Antwort zu “Tag 5: 30.08.2015

  1. ladyauria

    30. September 2015 at 12:21

    echte Traumbilder

    Gefällt mir

     

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